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Text-Bild-Seiten: „Filmzeichen“

Filmzeichen (1)

Icon

Bei einem Icon hat die bildliche Darstellung eines Gegenstandes eine große Ähnlichkeit mit dem Gegenstand selbst. Das Bezeichnende und das Bezeichnete sind fast identisch. Aus unserem Alltag kennen wir viele Zeichen dieser Art und verstehen sie sofort. Ein Film besteht immer aus Icons, weil Filmbilder dem Abgebildeten ähnlich sind.

 

 

Filmzeichen (2)

Symbol

Jesus Christus am Kreuz hat mehrere Bedeutungen. Dieses Symbol steht für die christliche Religion, für Tod und Sterben, zugleich aber auch für Hoffnung und Erlösung. Die Bedeutungen beruhen auf allgemeinen Konventionen und einem bildhaften Zusammenhang.

 

 

Filmzeichen (3)

Index

Ein Index ist weder identisch oder ähnlich mit dem Bezeichneten (wie das Icon) noch ein konventionalisiertes Zeichen (wie das Symbol). Es ermöglicht Filmemachern mit einem gegenständlichen Bild (Sanduhr) abstrakte Inhalte oder übertragene Bedeutungen auszudrücken. Die Sanduhr stellt zunächst nur ein Instrument zur Zeitmessung dar. Im Film kann sie aber die Vergänglichkeit der Zeit, das drohende Ende u.ä. bedeuten.

 

 

Text-Bild-Seiten: „Kadrage“

Kadrage (1)

Offene Bildkomposition

Mit der Kadrage wird die Begrenzung eines Bildes festgelegt. Bei einer offenen o. angeschnittenen Bildkomposition sind die Figuren vom Bildrand angeschnitten oder von Vordergrundelementen zum Teil verdeckt. Dadurch wirkt das Bild häufig „unfertig“, es „verlangt“ nach Ergänzung. Weil das Geschehen aus dem Bild hinaus läuft, wirkt es dynamisch.

 

 

Kadrage (2)

Geschlossene Bildkomposition


Bei einer geschlossenen oder nicht angeschnittenen Bildkomposition sind die Aufnahmen oft aufwendiger inszeniert. Die dargestellten Objekte sind nicht vom Rand angeschnitten oder verdeckt, Figuren laufen nicht aus dem Bild. Geschlossene Formen wirken daher oft weniger authentisch als offene Bildkompositionen.

 

 

Text-Bild-Seiten: „Einstellungsgrößen“

Einstellungsgrößen (1)

Totale

Erfasst einen Raum mit allen Anwesenden und seiner kompletten Ausstattung und gibt einen Überblick über das Geschehen. Ermöglicht eine eher distanzierte Betrachtung des Zuschauers zur Orientierung.

 

 

Einstellungsgrößen (2)

Halbtotale


Erfasst einen Ausschnitt des Raumes mit einigen Anwesenden und Teile der Ausstattung. Einzelne Figuren oder Objekte werden deutlich sichtbar. Der Betrachter rückt näher an die Szene heran.

 

 

Einstellungsgrößen (3)

Halbnah

Erfasst einen Menschen vom Knie aufwärts oder Objekte zu zwei Dritteln. Die Interaktion der Figuren ist gut zu erkennen und der Raumausschnitt ist auf das – für die Interaktion – Notwendige bezogen. Der Zuschauer rückt näher ran, behält aber den Überblick über die Szene.

 

 

Einstellungsgrößen (4)

Nah

Erfasst einen Menschen von der Taille aufwärts oder Objekte zu einem Drittel. Mimik und Gestik der Figuren sind deutlich erkennbar. Der Zuschauer wird emotional angesprochen, eine Identifikation mit den Akteuren findet statt.

 

 

Einstellungsgrößen (5)

Groß (Close-Up)

Sie zeigt einen Teilausschnitt des Ganzen, zum Beispiel bildfüllend den Kopf eines Menschen. Der Zuschauer sieht das Gesicht mit all seinen Regungen, das Umfeld ist ausgeblendet. Empfindungen oder Überlegungen werden dadurch deutlich ablesbar.

 

 

Einstellungsgrößen (6)

Detail

Der Bildausschnitt zeigt einen Teil eines Gesichts oder einen Teil eines Objekts. Die Wirkung ist höchst emotional und (deshalb) suggestiv. Über das Detail wird meist auch eine zweite Bedeutungsebene eröffnet, der Handlungsverlauf scheint kurz unterbrochen und die Aufmerksamkeit wird auf ein Thema oder Motiv gelenkt, das zuvor weniger sichtbar war.

 

 

Text-Bild-Seiten: „Perspektiven“

Perspektiven (1)

Obersicht / Vogelperspektive

Hierbei handelt es sich um einen Kamerablick aus einer erhöhten Position bzw. von oben nach unten. Das Abgebildete wirkt dadurch klein und schmächtig. Diese Perspektive kann auch angewendet werden, wenn der Zuschauer den distanzierten Blick eines Beobachters einnehmen soll.

 

 

Perspektiven (2)

Untersicht / Froschperspektive


Der Kamerablick richtet sich von unten nach oben. Das Abgebildete wirkt dadurch groß und mächtig.

 

 

Perspektiven (3)

Normalsicht

Der Kamerablick entspricht der Augenhöhe. Dies ist eine Perspektive, die der alltäglichen Wahrnehmung am ähnlichsten ist.

 

 

Text-Bild-Seiten: „Farb- und Lichtgestaltung“

Farb- und Lichtgestaltung (1)

Helles Licht

Mit Licht kann eine bestimmte Grundstimmung erzeugt werden. Eine hell erleuchtete, sonnenbeschienene Szenerie strahlt eine Atmosphäre von Freundlichkeit und Leichtigkeit aus.

 

 

Farb- und Lichtgestaltung (2)

Dunkles Licht


Dunkelheit hat eine doppelte Bedeutung: Sie kann etwas Gefährliches oder Unheimliches verbergen, aber auch genauso gut Schutz vor Verfolgung bieten.

 

 

Farb- und Lichtgestaltung (3)

Blaue Farbtöne

Lichtfarben können den Zuschauern eine bestimmte Stimmung vermitteln: Blaue Farbtöne können Kälte oder eine kühle Atmosphäre ausdrücken.

 

 

Farb- und Lichtgestaltung (4)

Rote und gelbe Farbtöne

Rot-gelbe Farbtöne können Wärme ausstrahlen und rote Töne Leidenschaft, Sexualität, Liebe, aber auch Gefahr oder Aggression vermitteln.

 

 

Farb- und Lichtgestaltung (5)

Gedämpfte Farbtöne

Gedämpfte Farben wie Grau, Graugrün, verwaschenes Blau, Ocker und Braun können Eintönigkeit oder eine gedrückte Stimmung ausstrahlen.

 

 

Text-Bild-Seiten: „Erzählende Montage"

Erzählende Montage (1)

Kausalmontage

Mit nacheinander kombinierten Einstellungen können kausale Zusammenhänge dargestellt werden. In diesem Fall wird die erste Einstellung vom Zuschauer als Ursache der nachfolgenden Einstellung gelesen. Die Kombination fahrendes Fahrrad – Glasscherben – platter Fahrradreifen weckt die Vorstellung, dass der Reifen platt wurde, weil mit ihm durch Glasscherben gefahren wurde.

 

 

Erzählende Montage (2)

Parallelmontage

Zeitlich parallele Geschichten, Handlungsabfolgen oder Vorgänge werden abwechselnd gezeigt. Der Zuschauer versucht meist, diese verschiedenen Parallelen miteinander in Beziehung zu setzen. In dieser Weise werden die an getrennten Orten stattfindenden Gespräche von verschiedenen Figuren aufeinander bezogen und es scheint fast ein gemeinsames Gespräch stattzufinden. Der Zuschauer aber weiß, dass die vier nicht an einem Ort sind.

 

 

Erzählende Montage (3)

Symbolische Montage

Ein einmontiertes Bild wird zum Symbol für einen Zusammenhang, der meist unausgesprochen bleibt. Häufig werden konventionalisierte Symbole benutzt, die der Zuschauer aus seiner Kultur bereits kennt (Kreuz für Tod, Rosen für Liebe u.ä.). In diesem Fall symbolisiert das Bild mit den sich haltenden Händen die liebende Verbindung zwischen den dargestellten Figuren.

 

 

Erzählende Montage (4)

Assoziative Montage

Hier werden Einstellungen von Frankfurt und der Fahrt Emmas durch Frankfurt montiert, die eine Stimmung, eine Atmosphäre beschreiben. Dadurch wird das Leben der Figuren in einen größeren Lebenszusammenhang gestellt, ohne dass dieser genauer beschrieben oder gezeigt werden muss.

 

 

Text-Bild-Seiten: „Rhythmische Montage“

Rhythmische Montage (1)

Lange Einstellungen

In einer langen Einstellung behält die Kamera ihre Position bei. Das wirkt ruhiger, als wenn sie sich bewegen würde. Die Darstellerin fährt mit dem Fahrrad langsam auf den Betrachter zu. Eine Verengung des Ausschnitts geschieht unter Beibehaltung der Perspektive. Auch dies unterstreicht die ruhige Betrachtung. Die Skyline Frankfurts, die Großstadthektik verspricht, ist nur weit im Hintergrund zu sehen.

 

 

Rhythmische Montage (2)

Ruhige Stimmung

Zu heiterer Musik folgen mehrere lange Einstellungen in der Totalen, die eine ruhige Stimmung ausstrahlen. Sie regen den Betrachter eher zu entspannter Beobachtung als zu starker innerer Beteiligung an. Die Übergänge sind ineinander geblendet, das Fahrradfahren ist genüsslich inszeniert. Detailaufnahmen von der Hektik in einer Großstadt fehlen. Ein blühender Baum als Symbol für Natürlichkeit und Idylle vermittelt zusätzlich Hoffnung.

 

 

Rhythmische Montage (3)

Schneller Schnitt

In schneller Abfolge sind unterschiedliche Einstellungen und Perspektiven aneinandergeschnitten. Die einzelnen Einstellungen können nicht in Ruhe betrachtet und verarbeitet werden. Das Geschehen kann dadurch dynamisch, hektisch oder unübersichtlich erscheinen.

 

 

Text-Bild-Seiten: „3D-Animation / Computergenerierte Bilder“

3D-Animation / Computergenerierte Bilder (1)

Vorstudien

Computergenerierte Bilder sind Simulationen realer oder erfundener Objekte oder Kreaturen. In der ersten Phase der Animation entsteht ein grobes Design, die Objekte – hier die Tassen – werden nur in ihren Wesenszügen dargestellt.

 

 

3D-Animation / Computergenerierte Bilder (2)

Modeling and Rigging

Unter „Modeling“ versteht man die Konstruktion einer Figur in Form eines Drahtgitters. Beim „Rigging“ (Rig=Skellet) werden „Gelenk“-Punkte definiert, an denen sich einzelne Elemente, wie z.B. Lippen, drehen, verformen oder öffnen lassen.

 

 

3D-Animation / Computergenerierte Bilder (3)

Texturing und Shading

Die Oberfläche („Textur“) sowie die Schattierung („Shading“) geben den Tassen schließlich ein realistisches Aussehen.

 

 

3D-Animation / Computergenerierte Bilder (4)

Animation

Mit Hilfe der Gelenkpunkte werden die Tassen per Computer bewegt. Zwischenphasen zwischen Anfang und Ende einer Bewegungsabfolge errechnet der Computer selbst.

 

 

3D-Animation / Computergenerierte Bilder (5)

Rendering

Das englische Wort „Rendering“ bedeutet „wiedergeben“. Bei 3D-Animationen wird damit der Rechenprozess des Computers bezeichnet. Aus Informationen zu Tiefenschärfe, Licht, Perspektive und Ausschnittauswahl wird dabei ein Bild errechnet.

 

 


Bild: „Klassenraum“
Bilderpool (PowerPoint)

Vorlage: „Crazy Furniture – Bilder zum Produktionsprozess“ (PDF)
Vorlage: „Greenscreen-Verfahren und Digital Compositing“ (PDF)
Vorlage: „Einsatzmöglichkeiten des Digital Compositing: Reale Ereignisse” (PDF)

Aufgabenblatt: „Arbeitsgruppe 1“ (DOC)
Aufgabenblatt: „Arbeitsgruppe 2“ (DOC)
Aufgabenblatt: „Arbeitsgruppe 3“ (DOC)
Aufgabenblatt: „Arbeitsgruppe 4“ (DOC)


Unterrichtsideen: Was Fotos „sagen“ können. Visuelle Kommunikation in sozialen Netzwerken

Bilderseite: „Bildermenü“

Vorlage: „Bildsprache: Gestaltungsmittel der Fotografie“ (PDF)
Vorlage: „Nonverbale Kommunikation“ (PDF)

 

Elternbrief mit Einverständniserklärung (DOC)

Aufgabenblatt: „Selfie“ (DOC)
Aufgabenblatt: „Gruppenbild“ (DOC)
Aufgabenblatt: „Symbolbild“ (DOC)
Aufgabenblatt: „Arbeiten mit einem Foto aus dem Bildermenü“ (DOC)


Unterrichtsideen: Inszenierte Schönheit: Selbstbewusst medial vermittelten Schönheitsbildern begegnen können

Film: „Body Evolution – Model Before and After Photoshop“ (00:59)

Vorlage: „Hashtag-Kampagnen in sozialen Netzwerken“ (PDF)

Aufgabenblatt: „Platzdeckchen: Hashtag-Kampagnen“ (DOC)


Unterrichtsideen: Bilder oder Worte? Bild- und Textsprache in sozialen Medien

Vorlage: „Texte für die Übersetzung in ein Bild“ (PDF)
Vorlage: „Bilder für die Übersetzung in einen Text“ (PDF)

Aufgabenblatt: „Bild-zu-Text-Übersetzung“ (DOC)
Aufgabenblatt: „Text-zu-Bild-Übersetzung“ (DOC)


Unterrichtsideen: Virtual Reality – Regeln für die Zukunft

Film: „Die Gummihand-Illusion“ (03:23)

Vorlage: „Die Macht virtueller Illusionen“ (PDF)
Vorlage: „Rechercheliste: Virtuelle Realität“ (PDF)

Aufgabenblatt: „Rechercheaufgaben: Virtuelle Realität“ (DOC)
Aufgabenblatt: „Zukunftsdebatte“ (DOC)

 

 

* Diese Videos sind nur auf der DVD und nicht auf der Website verfügbar.